Donnerstag, 27. November 2008

Globalisierung

Globalisierung und Individualisierung
Erstellt von Kristina Tösch und Johanna Messner

Einführung in unser Thema durch visuelle Unterstützung









Die Welt ist ein Dorf












Globale Vernetzung










Wahlmöglichkeiten durch Globalisierung




















Macht der Öffentlichkeit











Netzwerk der Gewinner












Der Theorieinput umfasste eine Definition von Globalisierung und die Darstellung globaler Handlungsströme






Theorieteil:
Globalisierung und Individualisierung


„Globalisierung kann als zunehmende Interdependenz lokal verstreuter Aktivitäten auf der Erde verstanden werden. […] Globalisierung verändert die gesellschaftliche Bedeutung von Raum und Zeit – und damit von zwei zentralen Rahmenbedingungen menschlicher Existenz. […] Globalisierung bedeutet auch, dass die bislang dominierende Vorstellung, die Welt sei in halbwegs geschlossene Räume unterteilt, zunehmend obsolet wird. […] Globalisierung hat nicht nur eine objektiv-materielle Dimension, sondern auch eine subjektive. […] Diese vier Aspekte – Entgrenzung sozialer Räume, Reflexivität von Lokalitäten und Globalität, Kompression von Zeit und Raum, Bewusstheit von Globalität – dürften den gemeinsamen Nenner des Begriffsspektrum zur Globalisierung bezeichnen (Trinczek 2002, S. 2-3).
Globalisierung meint die weltweite Vernetzung auf wirtschaftlicher, politischer, kultureller und technologischer Ebene.
Anzumerken ist allerdings, dass die globale Entwicklung schon sehr früh begonnen, globale Entwicklung begann also nicht erst im 21. Jahrhundert, sondern entwickelte sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte. Es ist somit kein einmaliges Phänomen der heutigen Zeit, sondern Weltwirtschaft hat es schon immer gegeben. Neu sind jedoch enorme Quantitäts- und Qualitätssprünge in den Verflechtungen. Als Beispiele sind die moderne Technik des Verkehrs, der Kommunikation und der Finanzierung zu nennen, welche einer unglaublichen Beschleunigung der Entwicklung unterliegen. Besonders deutlich kann man dies am Beispiel der Computerentwicklung verfolgen (vgl. Müller 2002, S. 7-18).
Heute sind zahlreiche Folgen offensichtlich, es zeigt sich mitunter, dass der multikulturelle Austausch durchaus forciert wird. Nicht nur Urlaube, sondern auch Kulturreisen, Erasmus-Angebote für Studierende, spezielle Studien Angebote wie auch an der Grazer Karl Franzens Universität mit Global Studies. Es besteht die Möglichkeit sich über andere Kulturen und Identitäten Wissen anzueignen, mit andern Kulturen in Kontakt zu treten und dies auf verschiedensten Wegen.
Globalisierung ist also durch enorme Komplexität charakterisiert, ist gleichzeitig Ursache und Folge. So ist Globalisierung Folge von ökologischen Schäden, Medien, Internet, Migration und Tourismus, sowie Ursache von Ungleichheit, Finanzkrisen, Lohnsetzungen, um nur einige Beispiele zu nennen, welche Müller durchaus wichtige Stellenwerte zuschreibt (vgl. Müller 2002, S. 18).


Zu den Dimensionen der Globalisierung zählen Kultur, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Umwelt. Es ist nun wichtig, diese Dimensionen nicht getrennt voneinander zu betrachten. So lassen sich - um nur ein Beispiel zu nennen - globale Umweltprobleme weder von der Dimension „Wirtschaft“ noch „Politik“ isoliert betrachten. Diese weltweite Vernetzung nicht nur von Akteuren, sondern eben auch von Themenbereichen zählt gerade zu den Besonderheiten der Globalisierung.

Wirtschaftliche Dimension:
Globale Handelsströme zwischen Europa, USA, Afrika und China; kurz und prägnant:
Der Gütertransfer stellt gegenüber dem Dienstleistungstransfer 80% dar.
Export und Import von Europa, USA, Afrika und China
- Export von Wissensintensiver Güter aus USA und Europa nach Asien und Afrika
- China liefern Billigpreisprodukte
- Entwicklungsländer liefern Rohstoffe – Nachteil: Wertschöpfung passiert nicht im eigenen Land
Handelsbilanz
- Europa: ausgeglichene Handelsbilanz
- Chinas Export steht überproportional zum Import à positive Handelsbilanz
- Afrika exportiert Bodenschätzung zu niedrigen Preisen, kann somit auch nicht nach bedarf importieren
- USA: Export Spitzentechnologie, Import: überproportional viele Rohstoffe. Es passiert eine Verschuldung von der China profitiert

Globalisierung führt sicherlich zu Chancen, ob es nun die Möglichkeit ist in den Urlaub zu fahren, sich Wissen anzueignen, andere Kulturen kennenzulernen und von anderen auch wertvolle Ideen zu übernehmen. Man sollte jedoch auch bedenken, dass damit auch immer Gefahren und Probleme einhergehen können. Diese Gefahren können bis zu einem Identitätsverlust führen, einer Homogenisierung der Kultur.Die Wirkungen der Globalisierung auf die Kultur speisen sich aus sehr unterschiedlichen Quellen: aus direkt ökonomischen Verhältnissen und Mechanismen, aus sozialen Umbrüchen und Verunsicherungen, die oft - aber nicht immer - aus den wirtschaftlichen Umstrukturierungen resultieren, aus der schnellen Veränderung bei der Produktion, der Menge und der Aneignung von Wissen, aus dem Austausch und der wechselseitigen Beeinflussung verschiedener Kulturen und der Vereinheitlichung von Konsum- und Kulturmustern.

Es ist nun wichtig den Begriff der Individualisierung hinzuzuziehen. Mit dem Begriff bezeichnet man andererseits die Tendenz innerhalb unserer Gesellschaft sich von anderen abheben zu wollen und das spezifische Selbst zu betonen, also das Individuum und Individualität in den Vordergrund zu stellen.
Die öffentliche Meinung wird von den Medien beeinflusst, jedoch sollten universale Quellen nicht unsere Identität überschwemmen können, beispielsweise Filme und deren Inhalten. Denn dieses globale Fernsehen stellt nach Schmidt eine Gefährdung des Weltbildes dar und der Lebensvorstellungen der Heranwachsenden. Beispielsweise zeigen die Nachrichten von weltweit auftretenden Katastrophen, Verbrechen und so weiter. Und dies kann durchaus zur Nachahmung anregen. Gerade auch aus diesem Grund heraus sollte oberste Erziehungsaufgabe sein, die Heranwachsenden zu Tradition und eigener Kritik- und Urteilsfähigkeit zu ermutigen, ein individuelles Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich danach mit diesem Stellenwert dem Internet, dem Fernsehen und so weiter kritisch gegenüber zu stellen Moralisch gesehen sollte Respekt für die kulturelle Identität und Interessen anderen gegenüber andauern. Dies ist verbunden mit Rechte und Pflichten für jedermann. Politiker werden jedoch oft von Eitelkeit und einem Geltungsbedürfnis getrieben, statt Urteilskraft, Zivilcourage und Tatkraft geltend zu machen. Die Verantwortung obliegt jedoch nicht nur den Politikern mit diesen Forderungen, sondern wir alle haben eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft beziehungsweise Gemeinschaft, laut Schmidt (vgl. Schmidt 1998, S. 101-144).
Menschen sollen zu einer eigenen Identität geführt werden, zu kritikfähigen Personen erzogen werden und so Tradition zu erhalten und zu erneuern.

Es bleibt lediglich auf die Interdependenzen zu verweisen und auch darauf hinzuweisen, dass es gerade durch die vielschichtigeren Einflüsse immer wichtiger wird Kritik- und Urteilsfähigkeit zu erlangen und einzusetzen, denn eine eigene Identität ist von höchstem Wert.


Literaturverzeichnis:
Schmidt, Helmut (1998): Globalisierung. Politische, ökonomische und kulturelle Herausforderungen. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt.
Barts, D. (2007): Atlas der Globalisierung. Berlind:taz

Müller, Klaus (2002): Globalisierung. Frankfurt: Campus Verlag

Trinczek, Rainer (2002): Globalisierung – in soziologischer Perspektive. In: http://cartoon.iguw.tuwien.ac.at/christian/globalisierungz.html [7.2.2008]
Praxisteil: Netzwerkbildung mit Wollknäul




Die Praktische Übung mit dem Wollknäul bestand darin, das Netzwerk der globalen Handleströme dar zu stellen und dessen Probleme auf zu zeigen. Hierbei sind durch unsere KollegInnen interessante Lösungsanätze entstanden

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